Patientenorientiert.
Abgestuft.
Interdisziplinär.
Netzwerk Therapie.

Liebe Patientin, lieber Patient!

Sie leiden seit geraumer Zeit unter wiederkehrenden Schmerzen?
Sie fühlen sich durch diese Schmerzen zunehmend im Alltag beeinträchtigt?
Sie überlegen bereits, sich deshalb Hilfe oder eine ärztliche Untersuchung zu
organisieren?

Dann möchten wir Sie einladen, sich über das Projekt PAIN2.0 informieren, das Betroffenen mit wiederkehrenden Schmerzen helfen möchte, ihren Alltag weiterhin gut zu bewältigen.

Was ist PAIN2.0?

Das Projekt PAIN2.0 ist ein großes, bundesweites Projekt, das durch den Innovationsfonds mit öffentlichen Geldern gefördert wird (01NVF20023). Es wurde durch die Deutsche Schmerzgesellschaft e.V. in Zusammenarbeit mit der BARMER und weiteren Partnern ins Leben gerufen und durchgeführt.
Das Projektziel, die Verbesserung der Versorgung von Menschen mit wiederkehrenden Schmerzen zur Verhinderung einer Schmerzchronifizierung, wird durch ein unabhängiges Evaluationsinstitut untersucht.

Was will PAIN2.0?

PAIN2.0 möchte durch ein zehnwöchiges, ambulantes Therapieprogramm die Versorgung von Erwachsenen mit wiederkehrenden Schmerzen und einem Risiko für eine mögliche Chronifizierung dieser Schmerzen verbessern. Dabei soll das Erleben von Selbstwirksamkeit und Kontrolle von Menschen gefördert werden, die sich bereits seit geraumer Zeit mit wiederkehrenden Schmerzen und damit einhergehender Beeinträchtigung konfrontiert sehen.
Die Leistungsfähigkeit der Betroffenen, die sie im Alltag, im Beruf, der Familie und im sozialen Leben benötigen, soll mindestens erhalten, im besten Falle sogar verbessert werden.

An wen richtet sich PAIN2.0?

PAIN2.0 richtet sich an Menschen mit wiederkehrenden Schmerzen von mehr als
6 Wochen oder häufig wiederkehrenden Schmerzen, wenn sie
:

  • mindestens 18 Jahre sind,
  • sich in ihrer Lebensführung durch diese Schmerzen eingeschränkt fühlen und
  • ggf. bereits erste Anzeichen auf Risikofaktoren (wie negative Stimmung oder ausgeprägte Sorgen vor der Zukunft) für eine Schmerzchronifizierung aufweisen.

Wenn diese Faktoren erfüllt sind, kann PAIN2.0 ein geeignetes Angebot für Sie sein.

Was passiert in PAIN2.0?

Neben dem Erlernen von schmerzreduzierenden Strategien, dem Vermitteln von Wissen zu Schmerz und möglichen Risikofaktoren stehen aktive Übungen im Zentrum der Therapie.
Die Therapie wird nach aktuellem wissenschaftlichen Kenntnisstand durch ein Team aus TherapeutInnen der Medizin, der Psychologie und der Physiotherapie in enger Zusammenarbeit durchgeführt.
Einen solchen Ansatz gibt es bereits für chronifizierte Schmerzen; für wiederkehrende Schmerzen ohne bereits bestehende Chronifizierung ist dieser Ansatz völlig neu.
Er wird vorrangig in einer Gruppe durchgeführt. Es werden ergänzend aber auch Einzeltherapien durch die drei Berufsgruppen angeboten.
Das Besondere an diesem Ansatz ist die enge Zusammenarbeit der Behandelnden, die sich in regelmäßigen Besprechungen zum Fortschritt oder zu Anpassungen im Vorgehen gemeinsam einigen.

Wie ist der Ablauf des Projekts?

Im Projekt wird eine neue Form der ambulanten Gruppentherapie in zwei Gruppen untersucht. Welcher der beiden Gruppen Sie zugewiesen werden, wird per Zufallsprinzip (quasi wie ein Losverfahren) entschieden. Sie erhalten aber auf jeden Fall die Gruppentherapie!
Wie sich diese Gruppentherapie bewährt, wird die Datenauswertung nach 2 Jahren ergeben.

Ihre Vorteile bei Teilnahme an PAIN2.0?

Sie profitieren von einer neu entwickelten Gruppentherapie auf höchstem medizinisch-wissenschaftlichen Niveau …
… mit dem Ziel, Ihre Leistungsfähigkeit im Alltag, im Beruf, in der Familie oder im sozialen Leben zu erhalten, im besten Falle sogar zu verbessern.
… zu einem möglichst frühen Zeitpunkt.
… in einer Form, die es bisher für PatientInnen wie Sie noch nicht gibt.

Die Versorgung mit einer neuen Leistung des Gesundheitswesens …
… durch eine aufeinander abgestimmte zehnwöchige berufsbegleitende, ambulante Gruppentherapie.
… durch eine kontinuierliche enge Zusammenarbeit durch TherapeutInnen aus Medizin, Physiotherapie und Psychologie.
… zur Vermeidung unnötiger Behandlungen.

Sie gestalten Ihre Therapie und die Zukunft der Schmerztherapie mit …
… indem Sie durch Ihre Teilnahme am Gruppentherapie zeigen, ob das Konzept für Sie und andere Betroffene ausreichend hilfreich ist.
… indem Ihre Rückmeldungen und Erfahrungen in die Verbesserung der Schmerztherapie einfließen.